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Bürgerdialog
 
2016
28.04.2016
Digitalisierung 4.0

Smart City Ratingen Der 2. Bürgerdialog am Mittwoch ging es um Chancen und Potentiale für den Wirtschaftsstandort Ratingen. Titel war: „Breitbandausbau - Digitalisierung 4.0: Startups, Mittelstand und Innovation“. Digitale Technik und Prozesse werden die Stadt künftig leistungsfähiger machen, den Bürgern Zeit sparen und gleichzeitig Kosten durch höhere Effizienz zum Beispiel Energie sparen. Die ersten Schritte zur Smart City hat Ratingen gemacht, so die positive Bilanz des 2. Bürgerdialogs am Mittwoch der CDU Ratingen. Der Abend im Angersaal der Stadthalle stand unter der Überschrift „Breitbandausbau - Digitalisierung 4.0: Startups, Mittelstand und Innovation“. Gemeinsam mit Daniel Knohr, Referent des Breitbandbüros des Bundes, Arnd Janus, Geschäftsführer der komMITT, Thomas Woywod, IT-Unternehmer sowie Gerold Fahr, stellv. Vorsitzender der CDU Fraktion, diskutierten die rund 50 Interessierten über Standards, Chancen, sowie den Fortgang des Ausbaus für die flächendeckende Versorgung Ratingens. Die Moderation übernahm Ina Bisani. „Ratingen wird nie das Silicon Valley werden, dennoch sollte sich die Stadt darüber bewusst sein, welche großen Potentiale sie bereits hat“, leitete die Vorsitzende der CDU, Melanie Meyer, ein. Um diese weiter auszubauen und den Wirtschaftsstandort Ratingen attraktiv zu halten sei der flächendeckende Ausbau mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Netzen für den Bedarf in fünf bis zehn Jahren wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand. Aus diesem Grund habe die komMITT den Netzausbau priorisiert und bis 2021 beschleunigt, so Arnd Janus. Derzeit wird der Südwesten der Stadt ausgebaut. Die Gewerbegebiete der Stadt seien bereits weitgehend ausgebaut. „Denn nicht nur junge Kreative der Dienstleistungsbrache benötigen „schnelle Netze“, auch alteingesessene Unternehmen der IT- und Kommunikationsbranche und Ratingens erfolgreiches Mess- und Regeltechnik-Cluster sind auf eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit heute angewiesen, die schon morgen mit den kupferbasierten Leitungen nicht mehr realisiert werden können“, unterstrich Fahr. Die Stadt hat ein integriertes Handlungskonzept aufgestellt, um neben der Wirtschaft und Produktion, auch Handel und Dienstleister einzubinden. Auch im Alltag werde die digitale Vernetzung immer wichtiger, betonte Knohr. Schon jetzt plane kaum noch jemand seine nächste Reise mit der Landkarte, sondern nutze einen Routenplaner. Längst könne der Rheinbahn-Kunde sein Ticket mobil oder online kaufen und an den Anzeigetafeln Störungen und Abfahrtzeiten ablesen. „All dies sind Chancen, die Ratingen nicht verpassen darf“, erläuterte auch Woywod. Da die Wirtschaft früher Bandbreiten jenseits der 50 Mbit/s angewiesen sei, räumte Janus ein, dass private Nutzer einiger Stadtteile noch etwas warten müssten, bis sie daheim 100 oder 200 Megabits in bester Qualität empfangen können, denn erst einmal müsse man die Glasfaser unter die Erde bekommen. Wer sich interessiere, wann es bei ihm so weit sei, könne dies telefonisch oder nach den Sommerferien auf der Homepage www.rapeedo.de mit wenigen Clicks erfahren, fügte er an. Aktuell bietet die Stadtwerke-Tochter bereits 500 Mbit/s als Top-Produkt an. Natürlich gebe es auch in Ratingen noch „Weiße Flecken“, also Orte mit weniger als 30 Megabits. Knohr versprach hier Beratungsunterstützung vom Bund, denn sicherlich gebe es auch hier Möglichkeiten der Förderung.