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Anträge
30.07.2018 | Ratingen Breitscheid
Antrag auf Prüfung zum Bau eines Sonnenkraftwerks in Form einer Photovoltaikanlage auf der Deponie Breitscheid I und II; Gewährung von Fördergeldern
Gewährung von Fördergeldern
Ratingen Breitscheid - Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ratingen beantragt 1. Der Bürgermeister der Stadt Ratingen möge bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf eine Prüfung veranlassen, ob auf die Ratinger Deponie Breitscheid II ein Sonnenkraftwerk in Form einer Photovoltaikanlage gesetzt werden kann. 2. Als abgeschlossene Deponie steht die Deponie Breitscheid I in der Obhut des Kreises Mettmann. Auch hier steht nach unseren Informationen eine Sanierung der Oberflächenabdichtung an. Wir bitten gemeinsam mit dem Landrat zu prüfen, ob auch für diesen Teil der Deponie Breitscheid eine Photovoltaikanlage installiert werden kann. Begründung: Der Kreis Mettmann ist für die Deponie Breitscheid I und die Bezirksregierung Düsseldorf ist für die Deponie Breitscheid II, die als Fiskalliegenschaft auf das Land Nordrhein Westfalen übergegangen ist, zuständig. Beide Gebietskörperschaften müssen die Kontrollen und die Abfuhr des Sickerwassers der stillgelegten Teile der jeweiligen Deponien sicherstellen. Nach unserem Kenntnisstand sind die zuständigen Stellen der Kreisverwaltung und der Bezirksregierung zurzeit damit beschäftigt, die Oberflächenabdichtung der Deponien überprüfen lassen. Dazu wird derzeit bei der Bezirksregierung Düsseldorf für die Deponie II ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Nach einer danach ggf. notwendigen Sanierung der Oberflächenabdichtung könnte die Prüfung erfolgen, wie die Oberfläche der Deponie weiter verwertet werden könnte. Die Prüfungsarbeiten zur Oberflächensanierung der Deponie Breitscheid I sind nach unseren Informationen abgeschlossen und derzeit im Vergabeverfahren. Der aktuelle Verfahrensstand, abgeschlossener Prüfauftrag für Breitscheid I und ausgeschriebener Prüfauftrag für Breitscheid II, ist der richtige Zeitpunkt, um einen ergänzenden Prüfauftrag für die Installation eines oder zweier Sonnenkraftwerke in Form von Photovoltaikanlagen auf der Deponie Breitscheid I und II in Auftrag zu geben. In Detmold wurde für die Deponie Hellsiek eine Kombination einer gesetzlich vorgeschriebenen Deponieabdichtung mit einer reinen Photovoltaik Anlage realisiert. Diese Anlage hat die Energieagentur NRW als modellhaft für ganz Deutschland bezeichnet. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Deponieabdeckung, um das Sickerwasser zu minimieren, wurde ein Trapezdach mit einer Solaranlage auf der Abdeckung installiert, die zum einen umweltfreundlichen Strom produziert und zum anderen das Regenwasser so ableitet, das es nicht in der Deponie versickert und anschließend aufwendig geklärt werden muss, was zu zusätzlichen Kostenspareffekten führt. Im Kreis Lippe hat die Abfallbeseitigungsgesellschaft-GmbH Lippe beispielhaft mit ihren Partnern einen neuen Weg eingeschlagen, für die Deponie Hellsiek in Detmold wurde eine Sondergenehmigung erteilt, so dass eine Fläche von vier Hektar mit einem Sonnenkraftwerk bedeckt wurde. Es wird eine eingespeiste Strommenge von jährlich ca. 8000 MWh erwartet. Fast 2000 Haushalte werden jetzt mit grünem Strom versorgt. In Detmold hätte die klassische Deponieabdeckung rund 15 Millionen Euro gekostet. Jetzt wurden 9 Mio. in eine Abdeckung mit einem Trapezdach mit Photovoltaik investiert, das nicht nur regenerativen Strom erzeugt, sondern auch weitere Einspareffekte durch die Ableitung des Regenwassers generiert. Neben den Vorteilen für Umwelt- und Klimaschutz wird sich die Anlage nicht nur betriebswirtschaftlich rechnen, sondern auch als weiterer Effekt bleiben die Abfallentsorgungskosten in der Region stabil. Die CDU-Fraktion möchte nun von der Kreisverwaltung und der Bezirksregierung wissen, ob eine solche Anlage auch für die Deponien Breitscheid I und II möglich ist und welche Synergien neben zu erwartenden erheblichen Kostenersparnissen mit dem Bau einer Photovoltaikanlage verbunden wären. Darüber hinaus stellen Bund und Land umfangreiche Fördermittel für den Bau eines Sonnenkraftwerks in Form einer Photovoltaikanlage zur Verfügung. Deshalb soll auch dieser Aspekt bei einer Prüfung mit einbezogen werden.
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