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26.09.2018 | Ratingen Mitte
Der Rat der Stadt Ratingen beschließt, auf dem Gelände des Blauen Sees einen Waldkindergarten zu errichten.
In einer Vorlage sind die besonderen Voraussetzungen, die an die Errichtung eines Waldkindergartens durch den Gesetzgeber gestellt werden, darzustellen.
Ratingen Mitte - Jedes Kind steckt voller Ideen und voller Lebenskraft. In der heutigen Lebenssituation vieler Kinder gibt es keine Chancen, Naturräume zu erleben und zu erfahren. Gerade in unserer hektischen und entfremdeten Umwelt ist das ganzheitliche elementare Lernen in der Natur und im Wald für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sehr förderlich. Die heutige Kindheit zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Kinder immer weniger Gelegenheit haben: • ihren Bewegungsdrang im Freien, bedingt durch die rasche Verstädterung und ein wachsendes Verkehrsaufkommen, auszuleben, • Erfahrungen über die eigene körperliche Leistungsfähigkeit zu machen, • Phantasie, Kreativität und Eigeninitiative durch das Herstellen von Spielzeugen in einfachen (Natur)Materialien zu entwickeln, • Natur unmittelbar und nicht nur aus den Medien zu erleben, • Stille und Harmonie in einer reizüberfluteten Welt zu erfahren. Waldkindergärten stärken und stabilisieren die kindliche Entwicklung in besonderer Weise. Darüber hinaus sind die Kinder im Waldkindergarten gesünder, da sie an der frischen Luft sind und sich bewegen. Der "unbegrenzte" Raum des Waldes bietet ideale Bewegungsmöglichkeiten, unterstützt die Entwicklung der Kinder in ihrer emotionalen Stabilität und ihren sozialen Kompetenzen. Durch den kontinuierlichen Aufenthalt im Wald entwickeln Kinder eine hohe Sensibilität für die Natur, Pflanzen und Tiere. Kinder können hier vielfältige Erfahrungen machen, Vertrauen und Mut in die eigenen Fähigkeiten entwickeln. Auch Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten profitieren von dem pädagogischen Konzept des Waldkindergartens. Im Zuge der Überplanung des Geländes Blauer See bietet sich die Einrichtung eines Waldkindergartens in Kombination mit dem Umweltbildungszentrum an. Diese Kombination bietet eine Reihe von Synergieeffekten und ist im gesamtstädtischen Kontext ein Angebot, das sicherlich sehr gut nachgefragt wird. Der Waldkindergarten benötigt einen angemessenen Aufenthaltsraum für Tage mit schlechtem Wetter und eine entsprechende Sanitäreinrichtung. Deshalb sollte diese Infrastruktur bereits jetzt mitgeplant werden. Mit dieser Planung ist eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um die notwendige Betriebserlaubnis für den Waldkindergarten zu erhalten. Ein pädagogisches Konzept muss mit dem potenziellen Kindergartenträger und Fachleuten abgestimmt werden. Darüber hinaus muss der Waldkindergarten in die Jungendhilfeplanung aufgenommen werden, um die Zuschüsse mit dem Land abzurechnen, analog zu den anderen Kita-Einrichtungen. Neben den Personalkosten dürften in geringem Umfang weitere Sachkosten wie Telefongebühren, Porto, Büromaterial, pädagogischer Spiel- und Sachbedarf sowie Kosten für die Fortbildung der pädagogischen Kräfte anfallen. Dem gegenüber schlagen jedoch die etwas höheren Personalkosten zu Buche, da für maximal 20 Kinder zwei Fachkräfte erforderlich sind. Im Übrigen bitten wir zu prüfen, welche Fördermittel für die Realisierung eines Waldkindergartens akquiriert werden können.
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