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13.09.2019
CDU-Fraktion: Kreisverkehr scheidet als Kurzfristmaßnahme aus
„Gut ist, dass wir gemeinsam daran arbeiten, die schweren Unfälle im Kreuzungsbereich Rehhecke/ Krummenweger Straße zu verhindern. In diesem Zusammenhang ist es allerdings völlig unangebracht, dass die Bürger Union eine falsche Sachlage darstellt“, meint CDU-Ratsmitglied Oliver Thrun und geht die Situation einmal sachlich an.

 

Richtig ist, dass die Unfälle in dem beschrieben Bereich Folgen von Abbiegevorgängen sind, bei denen der übrige Verkehr nicht ausreichend beachtet wurde. „Es ist bisher kein Unfall bekannt, bei dem überhöhte Geschwindigkeit die Ursache gewesen ist“, erklärt auch CDU-Ratsmitglied Jörg Maaßhoff. „Auch die Polizei hat das so berichtet.“ Deshalb wurde von Forderungen nach einer Geschwindigkeitsreduzierung von 70 auf 50 km/h auf der Krummenweger Straße bisher abgesehen. „Sollte eine Geschwindigkeitsreduzierung zur Verminderung des Unfallrisikos im Einmündungsbereich führen, würde die CDU diese Maßnahme natürlich sofort unterstützen“, betont CDU-Fraktionschef Ewald Vielhaus.

Alle Fraktionen haben sich mit diesem Thema seit vielen Jahren immer wieder beschäftigt, und alle Kommunalpolitiker erkennen hier dringenden Handlungsbedarf. Baulastträger der Krummenweger Straße ist bekanntlich der Kreis, nicht die Stadt Ratingen, und bei den bestehenden Flureigentumsverhältnissen sowie dem südlich angrenzenden Landschaftsschutzgebiet scheidet die Errichtung eines Kreisverkehres unverändert aus. „Die Kosten für die Errichtung, den Betrieb und die technische Pflege einer Ampelanlage werden seitens der Verwaltung an dieser Stelle als so erheblich dargestellt, dass sie nicht empfohlen wurde“, so Oliver Thrun. Darüber hinaus ist die verkehrliche Auswirkung einer Ampelanlage so gravierend negativ auf den Verkehrsfluss an diesem neuralgischen Punkt, dass eine Forderung danach letztendlich auch im Sinne der erweiterten Anwohnerschaft verworfen wurde.

Die Verwaltung ist seit Jahren wiederholt aufgefordert, einen Verkehrsentwicklungsplan für Lintorf und Breitscheid zu erstellen und den zuständigen Gremien vorzulegen. Dieser muss zwingend auch die zusätzlich zu erwartenden Verkehrsbelastungen abbilden, die aus einer möglichen Entwicklung des Vodafone Geländes entstehen könnten. „Da diese Verkehrsentwicklungsplanung unverändert nicht vorliegt, fehlt bislang die wesentliche Grundvoraussetzung, sich mit Nutzungskonzepten für das Vodafone Gelände auseinander zu setzen; deshalb können wir auch keine richtigen Entscheidungen für die Verbesserung der Sicherheit und des Verkehrsflusses an der Einmündung Rehhecke / Krummenweger Straße treffen“, so Jörg Maaßhoff abschließend. „Wir wollen natürlich alles dafür tun, um diesen Kreuzungsbereich zügig sicherer zu gestalten“
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