CDU: Fußball-Sommermärchen, adé ?

04.12.2019

„Der Aufwand ist zu groß – es könnte ja schlechtes Wetter sein – Ratinger Gastronomen werden geschädigt oder sind gar überfordert …….“ – mit vielen bürgerunfreundlichen Argumenten hat der Stadtrat den Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, die während der Fußball-EM im kommenden Jahr allen Ratinger Bürgern Public Viewing ermöglichen wollte.

 

„Die Fraktionen von Bürger Union, SPD und Grüne haben sich die größte Mühe gegeben, der Ratinger Bevölkerung die Möglichkeit zu verwehren, in unserer Stadt ein fußballerisches Sommermärchen zu erleben“, so CDU-Fraktionschef Ewald Vielhaus. Stattdessen haben diese Ratsfraktionen auf Antrag der SPD beschlossen, mögliche Anträge Dritter auf Public Viewing im Rahmen der ordnungsbehördlichen Bedingungen zu unterstützen.

„Dieser Beschluss ist grotesk“, so Patrick Anders, CDU-Stadtverbandsvorsitzender: „Die  Verwaltung wird also aufgefordert, sich an Recht und Gesetz zu halten. Das erwarten wir immer – auch ohne einen Antrag!“ Und Stefan Heins, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Die Argumente der Bürger Union dienen allenfalls dazu, die Gastronomie der umliegenden Städte, die Public Viewing für ihre Bürger ermöglichen, glücklich zu machen.“ Wenn die Ratinger Gastronomie mit solch einer Veranstaltung tatsächlich überfordert wäre, dann könnten Karneval, Schützenfeste und Co. auch nicht stattfinden.
„Die Bürger Union argumentierte bei der Diskussion im Stadtrat sogar, dass viele Gastronomen durch Public Viewing große wirtschaftliche Verluste erleiden könnten; schließlich würden ihre teuren Sportsenderlizenzen wegen geringer Gästezahlen dann Verluste bringen. Leider zeigt dieses Argument, dass die Bürger Union mit besonders wenig Fach- und Sachkompetenz an dieses Thema herangegangen ist, denn alle Spiele der EM 2020 werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kostenfrei übertragen“, so Stefan Heins weiter.
Die Gastronomie in Ratingen würde außerdem eher von Public Viewing profitieren, da die Fußballfans eben nicht in Nachbarstädten feiern, sondern in Ratingen.
„Wir wollen trotz des negativen Beschlusses Gespräche mit möglichen Veranstaltern führen, um das gemeinsame „Rudelgucken“ doch noch zu ermöglichen. „Wir freuen uns auf die Fußball-EM in ganz Europa und wollen das zusammen feiern“ so erklärten abschließend Patrick Anders, Ewald Vielhaus und die JU-Vorsitzende Theresa Dietz. „Die CDU Ratingen wird sich weiterhin entschlossen für die Realisierung dieser Idee einsetzen.“