Goldkuhle-Investoren dürfen nicht am Stadtrat vorbei planen

03.05.2021, 12:18 Uhr

„Auch der neue Eigentümer des Goldkuhle-Geländes muss sich mit seinen Planungen für das Areal vom Grunde her an die gültigen Beschlüsse des Rates der Stadt Ratingen halten“, reagiert CDU-Fraktionschef und Höseler Ratsmitglied Stefan Heins auf die Information, dass das gesamte Projekt durch den neuen Investor  „neu geplant" werden soll..

 

Grundlegend hat der Rat bereits vor drei Jahren die Beschlüsse zum Bebauungsplan H 391 „Östlich Bahnhofstraße / Hugenpoeter Busch“ - genannt „Goldkuhle“ - mit weiteren Zielsetzungen einstimmig konkretisiert: „Im Gesamtprojekt sind eine Kindertagesstätte und ein Supermarkt für die Nahversorgung im unteren Teil Hösels vorgesehen“, betont CDU-Ratsmitglied Tatjana Pfotenhauer. Diese dürfen nicht zur Disposition gestellt werden. Weiterhin wurde der bestehende Beschluss, auf dem Gelände einen Supermarkt zu erreichten, dahingehend konkretisiert, dass die Gesamtverkaufsfläche auf rund 1.000 Quadratmeter zu beschränken ist. „Dieser gültige Gesamtbeschluss des Rates soll und kann aktuell nicht durch einen neuen Vorhabenträger „über Bord“ geworfen werden - gerade im Interesse der Höseler und Eggerscheidter Bevölkerung“, erklärt Peter Thomas, CDU-Ortsverbandsvorsitzender.

Der neue Eigentümer hatte sich und seine Pläne zum Projekt „Goldkuhle“ im Rahmen der digitalen Sitzung des Bezirksausschusses Hösel/Eggerscheidt im April diesen Jahres erstmals öffentlich vorgestellt. „Wir sind bereit, die modifizierten Pläne zu Position, Geschosshöhe und Außenansicht der Baukörper anzusehen“, erklärt CDU-Ratsmitglied Michael Droste weiter. „Unabdingbar aber ist eine ins Ortsbild passende Planung und stadtplanerisch zielführende Gesamtansicht. Das betrifft selbstverständlich auch die Geschosshöhe.“ Die geplante und per Ratsbeschluss für dieses Bauprojekt festgelegte Anteil von 20-25 Prozent des geförderten, bzw. preisgedämpften Wohnraums stehen aus Sicht der CDU ebenfalls nicht zur Disposition.

Ihre Notwendigkeit und örtliche Sinnhaftigkeit hat sich in einem jahrelangen sorgfältigen politischen Abstimmungsprozess klar ergeben.

„Der Fortgang des Projektes wird in einem Dauertagesordnungspunkt des BZA Hösel/Eggerscheidt aufmerksam und kritisch verfolgt“, so Michael Droste, Vorsitzender des örtlichen Bezirksausschusses, abschließend.