Konzept für Ampelanlagen

01.09.2020

„Schon jetzt ist abzusehen, dass viele Ampelanlagen im Stadtgebiet in den nächsten Jahren ausfallen; schließlich stammen viele aus den siebziger und achtziger Jahren“, weiß CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr. Deshalb möchte die CDU-Fraktion vorausschauend arbeiten und bittet die Stadt Ratingen um ein entsprechendes Handlungskonzept.

Immerhin ist die Stadt Ratingen zuständig für 66 Ampel- bzw. Lichtsignalanlagen im gesamten Stadtgebiet, 32 liegen im Verantwortungsbereich von Straßen.NRW.

„Der Ausfall verschiedener Signalanlagen auf der Düsseldorfer Straße und der Volkardeyer Straße zeigt die Problematik auf: Ersatzteile für die mechanischen Schaltungen sind nicht mehr erhältlich, Anlagen müssen nach dem Ausfall komplett ersetzt werden. In der Zwischenzeit führen Behelfs-Signalanlagen zu schlechterem Verkehrsfluss oder gar Teilsperrungen. Planung, Ausschreibung und Bauen dauern Monate“, so beschreibt es die CDU-Fraktion in ihrem Antrag.

„In Homberg auf der L422 zum Beispiel sehen wir aber, dass eine moderne, aufeinander abgestimmte Steuerungstechnik den Verkehrsfluss signifikant verbessern kann“, erklärt CDU-Fraktionschef Ewald Vielhaus. Die positiven Effekte sind eindeutig: Weniger Staus und ein besserer Verkehrsfluss sorgen für weniger Abgase, Treibstoffverbrauch und Lärm.

„Wir wollen eine vorausschauende Planung und Umsetzung, bei der eine sachgerechte Priorisierung erfolgt“, ergänzt auch CDU-Ratsmitglied Klaus Weber. „Vielleicht gibt es ja Optimierungsmöglichkeiten im Netz, Alternativen zu teuren Lichtsignalanlagen wie Kreisverkehre oder sogar ein Verzicht auf Ampeln.“ All das soll die Stadt Ratingen prüfen und in einem Handlungskonzept vorstellen. Rahmenverträge mit Fachfirmen sollten dabei ebenso in Betracht gezogen werden wie eine eigene Personalverstärkung der Stadt.