Antrag: Müllsünder sollen Bußgeld zahlen

09.02.2021, 17:08 Uhr

Beschwerden von Bürgern über Vermüllung an Containern, Schmierereien und Gewerbetreibende, die ihren Abfall rücksichtslos hier entsorgen – die Problematik rund um die Container für Glas- und Papierabfälle ist umfangreich. „Wir können hier nur noch mit einer konsequenten Ahndung versuchen, diese Umweltsünden zu verhindern“, macht CDU-Fraktionschef Stefan Heins deutlich. In dem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion geht es aber noch um mehr:
 

 So soll die Stadt Ratingen vorschlagen, wo welche Abfuhr-Rhythmen und Verkürzungen notwendig sind. Außerdem sollen die Schmierereien auf den Containern beseitigt und die Standorte regelmäßig gereinigt werden. „Richtig wäre auch ein 14tägiger Abfahrrhythmus für die Blaue Tonne und die Einführung von Unterflur-Systemen an bestimmten Standorten“, ergänzt CDU-Ratsherr Gerold Fahr. 
Oliver Thrun, CDU-Ratsherr aus Lintorf, sieht beispielsweise häufigere Leerungsbedarfe am Standort Johann-Peter-Melchior-Straße. „Die Kapazität reicht häufig nicht aus“.
Natürlich ist eine Ursache für diese Vermüllung der zunehmende Versandhandel insbesondere während der coronabedingten Schließungen, aber eben auch die grob fahrlässige Verhaltensweise einiger Mitbewohner und Gewerbetreibende.
Bürger berichten auch von Missbrauch durch Ortsfremde und Gewerbetreibende – wie zum Beispiel am Containerstandort z.B. an der Brückstraße / Hubertusstraße. Ewald Vielhaus, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, betont: „Es muss doch jedem klar sein, dass es verboten ist, gewerbliche Abfälle hier zu entsorgen oder neben den Container zu stellen. Wir wollen hier ganz klar nachforschen und diese Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld ahnden.“ Entsprechende Hinweisschilder soll die Stadt Ratingen anbringen. 
„Wir hoffen, dass wir mit Einführung einer Task-Force nach dem Muster der Stadt Düsseldorf zur Ermittlung von signifikanten Verstößen gegen das Ortsrecht und konsequente Verfolgung und Ahndung im Rahmen des kürzlich in Kraft getretenen Bußgeldkatalogs für Umweltsünden Verbesserungen feststellen können“, so heißt es in dem CDU-Antrag. 
Etwaige Personalbedarfe im Baubetriebshof und beim Ordnungsdienst soll die Stadt Ratingen für den Stellenplan darstellen.