Initiative für mehr Sauberkeit wird umgesetzt

13.04.2021, 20:33 Uhr

„Wir freuen uns, dass die Verwaltung unsere Initiative aus dem Jahr 2018 umsetzt: Die Leerung der blauen Altpapiertonne wird ab dem Jahr 2022 von einem vier- auf einen zweiwöchigen Rhythmus umgestellt“, erklärt CDU-Fraktionschef Stefan Heins. Diese Systemumstellung präsentiert die Verwaltung in einer aktuellen Vorlage für die Ratsgremien.

Schon vor Coronazeiten war die Vermüllung an den Altpapiercontainern ein Problem, doch durch den wachsenden Versandhandel hat sich die Situation noch weiter verschärft.

„Die Kapazität der blauen Tonne in den Haushalten reicht einfach oft nicht aus. Deshalb landen vor allem größere Kartons in oder vor den Depotcontainern. Obwohl die Abfuhrrhythmen hier schon verkürzt wurden, sind die Container oft übervoll. Gleichzeitig fehlt aber in den privaten Haushalten oft der Platz für eine weitere blaue Tonne“, weiß CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr. „Deshalb ist der Vorschlag, den Abholrhythmus für Altpapier auf 14 Tage zu verkürzen, der einzig richtige Weg.“

„Mit der geplanten Verdoppelung der Abfuhrkapazität bei der Blauen Tonne im nächsten Jahr können zusätzlich viele Altpapierstandorte eingespart werden“, erklärt dazu Ewald Vielhaus, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. „Während die Stadt Hilden alle Papierdepotcontainer abgeschafft hat, teilen wir den Vorschlag der Verwaltung, einige Containerstandorte als ergänzenden Service weiterhin vorzuhalten.“ Stefan Heins ergänzt: „Weiterhin ist die Verdoppelung der Kapazität einer Papp-Presse am Zentralmateriallager Robert-Zapp-Straße für große Kartonagen eine weitere, richtige Maßnahme, um das Müllproblem in den Griff zu bekommen.“ Die Verwaltung schlägt weiter vor, für Gewerbetreibende einen kostenpflichtigen Zusatzservice für eine wöchentliche Leerung der 1.100-l-Container anzubieten. Sie müssen dann nämlich ihre Papp-Abfälle nicht zu den Containerstandorten bringen.

Für Privathaushalte gilt: Die Nutzung der Blauen Tonne ist in der Müllgebühr für den Restmüll enthalten. Die Mehrkosten für die verdoppelte Leerung werden durch die Einsparungen bei den Containerstandorten sowie einer höheren Kostenerstattung durch das Duale System Deutschland für Verpackungsmüll (Grüner Punkt) teilweise kompensiert. Die Verwaltung hat für das neue Servicepaket eine Gebührenerhöhung von ca. 0,05 Euro pro Liter Restmüllvolumen kalkuliert. Die Kosten pro Liter Müllentsorgung betragen aktuell 2,54 Euro. Ratingen hat mit durchschnittlichen 166 Euro Jahresgesamtgebühr für einen 4-Personen-Haushalt seit langem sehr günstige Gebühren. In Mettmann zahlt der Bürger für die gleiche Leistung 314 Euro.

„Wir sind überzeugt, dass die Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Sauberkeit an den verbleibenden Containerstandorten führen. Hier werden dann überwiegend nur noch Glas- und Altkleidercontainer stehen. Darüber hinaus fordern wir in einem weiteren Antrag die Prüfung von Standorten, an denen Unterflursysteme verwendet werden können. Denn diese Standorte sind nach Erfahrungen anderer Städte auch sauberer, leiser und geruchsärmer“, ergänzt CDU-Ratsfrau Ina Bisani. „Auch wenn wir alle möglichen Maßnahmen ergreifen, damit unsere Stadt sauberer wird, liegt es doch in der Verantwortung jeden einzelnen Bürgers, seinen Müll ordentlich zu entsorgen.“

Wenn der Stadtrat zustimmt, sollen kurzfristig zusätzliche Abfallsammelfahrzeuge bestellt werden, die lange Lieferzeiten haben. Daher ist als Beginn des erweiterten Services Januar 2022 geplant.