Wartehallen möglichst an allen stark frequentierten Bushaltestellen
Antrag für den Ausschuss für HAFA TOP10 und Rat zur Vorlage 76/2026
Sehr geehrter Herr Anders,
wir freuen uns, dass die Verwaltung und das Büro Nts Ingenieurgesellschaft mbH das Haltestellenkonzept in der zweiten Ausbaustufe vorantreibt.
In dem initialen Antrag vom 1. August 2022 der unterzeichnenden Fraktionen stand die Ausstattung mit vor Witterung schützenden Wartehäuschen und Sitzgelegenheiten im Vordergrund.
Der am 8. August 2022 vom Rat beschlossenen Beschluss heißt es:
1. Die Stadt Ratingen baut die Qualität der ÖPNV-Haltepunkte stadtweit mit moder nem Witterungsschutz / Wartehäuschen, Sitzplätzen und möglichst barrierefreiem Einstieg (CAP) aus. Umsteigepunkte sollen zudem mit DFI (Dynamischer Fahrgast information) ausgestattet werden. Bei Bedarf sollten auch Fahrradständer arrondiert werden.
Dabei war klar, dass u.a. in der Innenstadt der Platz an manchen Haltestellen eng ist und Standardlösung ggf. nicht anwendbar.
Die Entwurfsfassung zeigt nun aber ausgerechnet bei zwei ausgesprochen stark genutzten „Einstiegshaltestellen“, an denen häufig viele Menschen warten, dass keine Wartehäuschen als Witterungsschutz geplant sind. Hier wird jeweils die Enge als Begründung aufgeführt.
Dies sind:
H1 Oberstraße
H2 Oberstraße
H3 Bechemer Straße
Wir halten einen aufwändigen Umbau nur im Tiefbaubereich ohne Wartehalten für nicht zielführend für eine wirkliche Attraktivierung des ÖPNV.
Als Lösung könnten hier weniger tiefe Warthallen mit Sitzflächen, sogenannte „Slim-Line“ Modelle, solche mit geringen oder auch ohne Seiten- und Rückwände.in Frage kommen. Das Schutzdach kann ggf. über die Fenster von Hausfassaden erhöht werden (ohne Rückwand). Denkbar wäre auch die Ansprache von Hauseigentümern und Befestigung eines Schutzdaches am Gebäude – ähnlich wie bei öffentlicher Beleuchtung.
Ein geringerer Witterungsschutz mit Sitzgelegenheiten ist besser als gar keiner.
Denkbar ist auch eine seitliche Verschiebung der Wartehalle.
Wir möchten daher bei den genannten Warthallen vor Ausführung und Förderantragstellung um Prüfung solcher Alternativlösungen mit Kompromissen an Komfort und 100% Richtlinienerfüllung bitten.
Beschlussvorschlag als Ergänzung zum Beschlussvorschlag der Vorlage zu 1.
1. (Verwaltungsvorschlag)
Dabei sollen jedoch für die Haltestellen Oberstraße (Bussteige H1 und H2) und Bechemer Straße (Bussteig H3) Sonderlösungen für die Errichtung eines ggf. eingeschränkten Witterungsschutzes mit Sitzgelegenheiten geprüft werden. Die Lösungen soll die Verwaltung in die Entwurfsplanung und weitere Planungsschritte einfließen lassen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die oben genannten 10 Haltepunkte der Ausbaustufe 1.2 entsprechend der Entwurfsplanung und der zu erarbeitenden Lösungen zu H1, H2 und H3 auszubauen. Etwaige Mehrkosten sind bei Finanzierung und Fördergeber zu berücksichtigen. Der Baubeschluss wird nach Darstellung der Lösungen zu H1, H2 und H3 im STUKKMA durch den BVA erteilt.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender CDU
Gerold Fahr, stellv. Fraktionsvorsitzender CDU
Christian Wiglow, Fraktionsvorsitzender SPD
Gero Aschenbroich, Sachkundiger Bürger SPD