Nach Ablehnung des Schlichtungsvorschlages durch ver.di könnten neue Streiks auf die Nutzer städtischer Kindertageseinrichtungen zukommen.
In einer ver.di-Pressemitteilung vom 13.08.2015 heißt es hierzu: „Diese Streiks würden unberechenbarer und könnten nach dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg, also voraussichtlich in der ersten Oktober-Hälfte, beginnen.“
Sollte es nochmals zu einem längeren Flächenstreik kommen, wären die Probleme erwerbstätiger Eltern noch größer als zuvor, da Urlaubskontingente bei vielen schon beim letzten Streik und dem zurückliegenden Sommerurlaub vielfach verbraucht sind.
So sehr sich die CDU im Hinblick auf die geltende Tarifautonomie eines Kommentars zu einem möglichen weiteren Streik enthält – so sehr sehen wir es als unsere Pflicht an, uns vor Ort im Rahmen kommunaler Möglichkeiten um die Betroffenen kümmern. Zwar ist auch uns klar, dass die Möglichkeiten Ratingens sehr begrenzt und vor allem organisatorischer bzw. koordinierender Natur sind.
Gleichwohl bitten wir Sie, die noch vorhandene Zeit zu nutzen und folgende Möglichkeiten zur Unterstützung der Betroffenen im Fall eines sich abzeichnenden Streiks auch in Ratingen zu ergreifen:
Beschlussvorschlag:
Der Bürgermeister wird gebeten,
- mit den örtlichen Vertretern der Beschäftigtenvertretungen Gespräche über die Organisation eines Notdienstes zu führen. Dabei können z.B. einzelne Fachkräfte mit Unterstützung freiwilliger Eltern in ausgewählten Kitas einen akzeptablen Notdienst einrichten.
- mit den Leitungen der einzelnen Kitas und dem Elternrat im Vorfeld Elterninitiativen zu organisieren, so dass – wie bereits praktiziert – einzelne Kitas durch die Stadt zur Verfügung gestellt werden könnten.
- soweit vertretbar geeignete Beamte temporär beizustellen
- kirchliche und freie Träger, sowie Tagespflegegruppen trotz bekannter Vollauslastung auf die Möglichkeit zur Aufnahme einzelner Notfälle anzusprechen.