CDU Stadtverband Ratingen

Verkehrsberuhigung, Schallschutz und Parkraumsituation im Umfeld des Schulzentrums Ratingen-West prüfen

Antrag für BezA2, StUKKMA

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in den vergangenen Wochen sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Ratingen-West erneut auf uns zugekommen und haben auf die aus ihrer Sicht zunehmende Belastung im Umfeld des Schulzentrums Ratingen-West hingewiesen. Insbesondere betroffen sind hierbei die Brandenburger Straße, die Breslauer Straße sowie die angrenzenden Nebenstraßen.

Nach den Schilderungen der Anwohnerschaft kommt es dort seit geraumer Zeit zu einer deutlichen Zunahme von Fremdverkehren, insbesondere durch Fahr schulfahrzeuge, aber auch durch Flughafenparker. Dies führe nach Aussagen vieler Anlieger nicht nur zu einer erheblichen zusätzlichen Verkehrsbelastung, sondern auch zu einer steigenden Lärm- und Immissionsbelastung in einem ohnehin sensiblen Bereich rund um das Schulzentrum und die angrenzenden Wohnstraßen.

Besonders kritisch wird dabei gesehen, dass die betroffenen Straßen offenbar zunehmend als Übungs- und Durchfahrtsstrecken genutzt werden. Dies betrifft nach Aussagen der Bürgerschaft nicht nur lokale, sondern auch auswärtige Fahrschulen. Gerade im direkten Umfeld des Schulzentrums mit hohem Fußgängeraufkommen, insbesondere durch Schülerinnen und Schüler, ist diese Entwicklung aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger problematisch.

Zudem wurde an uns herangetragen, dass die bestehende Parkraumsituation für Lehrkräfte des Schulzentrums sowie die allgemeine Verkehrslenkung im Umfeld des Schulstandortes überprüfungsbedürftig seien.
Ergänzend wurde aus der Bürgerschaft angeregt zu prüfen, ob im Bereich des ehemaligen Abenteuerspielplatzes im Zuge der geplanten Neubebauung erneut Schallschutzmaßnahmen – vergleichbar mit der dort früher vorhandenen Schallschutzwand – zur Entlastung der angrenzenden Wohnbe bauung vorgesehen werden können.

Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung zu prüfen und im zustän digen Ausschuss darzustellen,

  • in welchem Umfang die betroffenen Straßen durch Fahrschulverkehr sowie sonstigen Fremdverkehr belastet werden,
  • welche Möglichkeiten bestehen, die betroffenen Bereiche verkehrlich stärker auf Anliegerverkehre zu beschränken oder anderweitig verkehrs beruhigende Maßnahmen umzusetzen,
  • welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zum Schutz der Anwohner schaft vor zusätzlicher Lärm- und Verkehrsbelastung ergriffen werden können,
  • ob im Zuge der Neubebauung des ehemaligen Geländes des Abenteuerspielplatzes die Errichtung bzw. Wiedererrichtung geeigneter Schallschutzmaßnahmen zur Entlastung der angrenzenden Wohnbebau ung vorgesehen oder möglich ist,
  • ob und in welchem Umfang zusätzliche oder optimierte Stellplatzlösun gen für Lehrkräfte des Schulzentrums geschaffen werden können,
  • sowie ob unabhängig von laufenden oder künftigen Bebauungsplanver fahren kurzfristige Maßnahmen zur Entlastung des Quartiers möglich sind.

Angesichts der Vielzahl an Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und der geschilderten Belastungssituation halten wir eine zeitnahe Prüfung und Bewertung der Gesamtsituation für sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender
Lars Bammann, Ratsmitglied