Kühlung in städtischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen strategisch prüfen
Antrag für SchA, JHA
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
in den vergangenen Wochen wurde aus der Elternschaft sowie von pädagogischen Fachkräften erneut auf die zunehmende Hitzebelastung in städtischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen hingewiesen. Insbesondere in den Sommermonaten kommt es in Klassen- und Betreuungsräumen regelmäßig zu erheblichen Raumtemperaturen, die sowohl die Lern- und Konzentrationsfähigkeit als auch das allgemeine Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen spürbar beeinträchtigen. Betroffen sind hiervon insbesondere Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, da hier, anders als an weiterführenden Schulen, organisatorische Ausweichmöglichkeiten wie Hitzefrei nur eingeschränkt oder gar nicht bestehen. Der CDU-Fraktion ist durch die Vorlagen zu den umfassenden Bauprojekten im Bereich der städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen bewusst, dass bei neueren Bauvorhaben bereits moderne Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes und der Kühlung berücksichtigt werden. So sind etwa beim Neubau der Heinrich-Schmitz-Schule in Lintorf sowie bei den Erweiterungsmaßnahmen am Lüftungsanlagen mit Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wärmerückgewinnung und sommerlicher Nachtabkühlung vorgesehen. Ergänzend kommen dort energieeffiziente Bauweisen, Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen zum Einsatz. Diese Beispiele zeigen, dass Kühlung und Hitzeschutz bei Neubauten bereits zunehmend mitgedacht werden. Im Gebäudebestand stellt sich jedoch verstärkt die Frage, welche ergänzenden oder nachrüstbaren Maßnahmen sinnvoll, wirtschaftlich und zeitnah umsetzbar sind.
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung zu prüfen,
Dabei bitten wir ausdrücklich um eine differenzierte Betrachtung zwischen Bestandsgebäuden und Neubauten sowie zwischen den verschiedenen Schulformen und Betreuungsformen.
Ziel sollte es sein, eine langfristige Strategie zum Umgang mit zunehmenden Hitzeperioden in städtischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu entwickeln, um Gesundheitsschutz, Lernqualität und Aufenthaltsbedingungen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig wirtschaftliche sowie bauliche Realitäten angemessen zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender
Oliver Thrun, stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Margret Paprotta, Ratsmitglied
Leon Puttkammer, Sachkundiger Bürger