CDU Stadtverband Ratingen

Antrag zur Flüchtlingsbetreuung

Integration der Flüchtlinge und Akzeptanz der Neubürger erfolgt am besten durch die persönliche Begegnung. Erst wenn aus der anonymen Masse ein einzelnes Schicksal sichtbar wird, der Flüchtling einen Namen bekommt, die Hintergründe transparent werden, erst dann entsteht persönliche Anteilnahme und die Bereitschaft zu helfen. Je mehr Berührungspunkte entstehen, desto mehr Bedenken und Ängste werden in der Bevölkerung abgebaut. Für die Flüchtlinge selber könnte eine solche Begegnung eine Chance sein, die Lebensweise der Ratinger kennenzulernen und zu verstehen.
Bei dem Besuch der Ratinger CDU-Fraktion in den verschiedenen Asylbewerberunterkünften ist deutlich geworden, dass es weniger darum geht, materielle Not zu bekämpfen, sondern dass es darum geht, die Flüchtlinge aus der Isolation zu holen, damit sie in ihrer neuen Heimat wirklich ankommen.
 
Aus diesem Grund schlagen wir vor, folgende Aktion zu starten:
 
Die Ratinger Bürger werden aufgerufen, sich dazu bereit zu erklären, eine Flüchtlingsfamilie oder gerne auch eine Einzelperson zu besuchen oder sie einzuladen und mit ihnen einen Tag, Nachmittag oder Abend zu verbringen. Das kann eine Einladung nach Hause sein, in ein Lokal oder einfach ein kleiner Ausflug, um die Umgebung näher kennenzulernen. Was aus dieser ersten Begegnung wird, bleibt den Beteiligten überlassen. Wenn die Chemie stimmt, man sich nett findet, könnte aus so einem Treffen eine Art Patenschaft entstehen. Sprachbarrieren müssen im Einzelfall besprochen werden.
 
Die Organisation müsste vom Amt für Soziales und Integration, der Integrationsbeauftragten der Stadt Ratingen und dem Caritasverband begleitet werden. Hier ist darauf zu achten, dass die Betroffenen insbesondere die Familien vom Alter der Kinder und vom Wohnort in den einzelnen Stadtteilen gut zusammenpassen.