CDU Stadtverband Ratingen

Wallstrasse

Antrag für den Bezirksausschuss Ratingen-Mitte am 2. Dezember 2014, TOP 11
 
Die CDU-Fraktion schlägt alternativ zu dem vorliegenden Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen folgenden Beschlussvorschlag für den Rat und den involvierten STUMA vor:
Das Gelände an der Wallstraße zwischen Beamtengässchen und „Garten der Sinne“ bleibt grundsätzlich der Grünfläche entlang des Beamtengässchens zugeschlagen und wird im Rahmen der Gestaltung des Mehrgenerationenparks planerisch einbezogen. Bei der Gestaltung soll der historische Stadtgraben als Leitmotiv dienen.
 
  1. Die Verwaltung wird beauftragt, zwecks Vorbereitung jeglicher weiterer Planung die Bodendenkmalsituation (Stadtmauer) im kommenden Jahr 2015 mit der zuständigen Denkmalbehörde zu untersuchen und zu dokumentieren.
  2. Die Dokumentation wird dem Bezirksausschuss in einer Vorlage dargestellt.
  3. Das Gelände zwischen „Garten der Sinne“ und der Kreuzung Wallstraße / Düsseldorfer Straße bleibt einer zu gegebener Zeit zu definierenden Wohn-/Geschäftshausbebauung vorbehalten.
 
Begründung:
Das Gelände beinhaltet mutmaßlich Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und bedarf zunächst einmal der Untersuchung und Dokumentation, weil dies nirgends festgehalten ist. Dies sollte als erstes ausgeführt werden – auch, damit bei einem Fortschritt im Bereich des ehemaligen Hertie-Hauses Klarheit über die Bebauungsmöglichkeiten zwischen Garten der Sinne und Hertie-Haus besteht. Eine Entscheidung über die Nutzung (reines Wohnen oder Wohn-Geschäftshaus) in diesem Bereich wäre jetzt verfrüht. Das Gelände zwischen Beamtengässchen und Garten der Sinne soll nach Auffassung der CDU zu der grüne Lunge ergänzt werden, die zur Hans-Böckler-Str. zur Erweiterung um das Gelände Beamtengässchen 4 mit einer Unterbauung durch eine Tiefgarage vorgesehen ist, und im mittleren und nördlichen Teil zum Mehrgenerationenpark weiterentwickelt werden soll. Eine Neubebauung wäre allein wegen teilweise fehlender Grundstücke in der skizzierten Art auf unabsehbare Zeit nicht möglich. Hier besteht die einmalige Chance, Elemente der historischen Grabensituation wieder aufleben zu lassen und gleichzeitig den inzwischen bereits einfach angelegten öffentlichen Grünbereich sinnvoll zu erweitern.