CDU Stadtverband Ratingen

Integratives Stadtteilkonzept für Tiefenbroich

Die letzte Komplettüberplanung des Stadtteils Tiefenbroich datiert aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und ist somit nicht mehr zeitgemäß. Manche der darin gemachten Vorschläge – wie z. B. der Teilabriss aller Häuser entlang der Lärmschutzwand der A 52 dürften komplett überholt sein. Die CDU-Fraktion fordert Sie daher auf, für den Stadtteil Tiefenbroich ein modernes, integratives Stadtteilkonzept zu erstellen.
Wir wurden von Bürgern mehrfach auf nicht nachvollziehbare Einzelentscheidungen der Stadtverwaltung hingewiesen:
 
1.)        So wurde unter anderem vor einigen Jahren ein Autohandel auf der Straße „Am Rott“ genehmigt.     
            Bei der Anlieferung der Neuwagen per Tieflader ist die Straße „Am Rott“ teilweise bis zu einer Dreiviertelstunde von der „Kaiserswerther Straße“ aus nicht zu befahren. Dies wurde     schon mehrfach von den ansässigen Bürgern bemängelt.
 
2. )       Der Lebensmittelladen der Kette „Penny-Markt“, der vor über einem Jahr geschlossen wurde. Statt dem – wie in der Vorlage 116/2011 den (selbst prognostizierten) „identifizierten Ausstattungsdefizit“ entgegenzuwirken, wurde das Gebäude an ein chinesisches Restaurant vergeben. Bei dem von Seiten der Verwaltung selbst erkannten Nahversorgungsdefizit in       Tiefenbroich, vor allem auch nach mehrfachen Anfragen aus dem Bezirksausschuss heraus, hätten wir uns mehr Engagement für die Bürger gewünscht.
 
    leerstehende Gewerbefläche neben der Autowaschanlage auf der Straße „Am Roten Kreuz“ – auch hier seit Jahren Leer- und Stillstand. Statt dessen Aufweichung in den Wohngebieten in den Straßen „Alter Kirchweg“ und „Gorch-Fock-Straße“ durch die Erlaubnis für   Klein-   und auch Parkgewerbe (Flughafenparker).
 
4.)        Die Flächennutzungsplan Rosenkothen / Jägerhofstraße / Karlstraße, der unnötigerweise ein Wohngebiet zur Gewerbefläche erklärt, um für ca. 400 qm Gewerbefläche Planungssicherheit    zu verschaffen. Auch hier sehen wir mit Sorge, dass ein Gebiet in dem sich hauptsächlich    Wohnungs- und Gartennutzung befindet, als Gewerbefläche ausgewiesen wird, obwohl nahe des Tryp-Hotels noch ein großes Gewerbegrundstück nicht vermarktet ist und auch innerhalb des bestehenden Gewerbegebietes noch einige Flächen (auch großflächig wie z.B. Ready-Mix-Gelände) leerstehen.  
 
Wir vermissen eine durchdachte Planung für den Bezirk und sehen nur einzelne, der Infrastruktur nicht zuträgliche Einzelfallentscheidungen. Auch für Immobilien im Privatbesitz hat die Stadt eine planerische Verantwortung, wenn es um das Gesamtbild eines Stadtteils geht.
 
Eine Begehung und komplette Überarbeitung des Bezirks würde nicht nur für die Bürger, sondern auch für bestehende und zukünftige Mieter von Gewerbeflächen von Nutzen sein.