CDU Stadtverband Ratingen

Antrag zur Vorlage 67/2026: Einzäunung Schwarzbachquartier

Antrag für HAFA, RAT

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die noch unbebauten Freiflächen auf dem Gelände der strategischen Gewerbeflä chen-Reserve an der Balcke-Dürr-Allee wurden von der Verwaltung in einen or dentlichen Rohzustand gebracht. Im Hinblick auf die zu erwartende langjährige Vermarktungsphase schlägt die Verwaltung eine vollständige Einzäunung mit ei nem 2m hohen Stabgitterzaun mit Toren zur Bewirtschaftung vor.


Die Bewirtschaftung wird erforderlich werden, da mit der Ansiedlung eines wil den Sekundärbewuchses zu rechnen ist, der sicherlich mindestens 1 – 2 mal jährlich geschnitten werden muss, um das beabsichtigte ordentliche Bild ne ben den bereits bestehenden Unternehmenssitzen zu gewährleisten.


Ein solcher Zaun würde zudem das Betreten der Fläche für Bürger und Firmen beschäftigte jedoch grundsätzlich unmöglich machen. Die antragstellenden Fraktionen wünschen sich eine provisorische Alternative, die zugleich ein ordentliches Erscheinungsbild, eine ökologisch sinnvolle Nut zung, die Betretungsmöglichkeit für Beschäftigte und Anlieger und den Schutz vor illegaler Befahrung beinhaltet. Damit wäre auch das Leitthema „Arbeiten, Aufenthalt und Flanieren im Schwarz bachquartier“ ein Stück weit erkennbar und für die Vermarktung sicherlich auch vorteilhaft.

Daher möchten wir auf die hohe Einzäunung verzichten und die Flächen mit ei ner extensiven Blühwiese versehen. Uns ist bewusst, dass eine Blühwiese bei den Bodenvoraussetzungen auch weniger perfekt funktionieren kann.

Vor dem Hintergrund, dass ohnehin eine Sekundärvegetation entstehen wird, die ohnehin ei nes minimalen Pflegeaufwandes bedarf erscheint uns der Versuch aber lohnend. Eine Einfriedung sehen wir nur partiell zur Verhinderung einer Befahrung ent lang der Josef-Schappe-Straße mittels einer Barriere geringerer Höhe als not wendig an, so dass die Kosten hierfür geringer ausfallen werden.

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung prüft eine alternative extensive Interimsgestaltung der hochwer tigen Gewerbe-Reservefläche Balcke-Dürr-Allee / Josef-Schappe-Straße wie folgt:

1. Die Freiflächen werden durch eine einfache und pflegeleichte Begrünung - z.B. eine Blühwiese aufgewertet und gegebenenfalls durch das Aufstel len von Sitzmöglichkeiten an den Rändern begleitet.
2. Eine niedrige Einfriedung erfolgt nur entlang der Josef-Schappe-Straße zur Verhinderung illegalen Befahrens der Fläche.
3. Um am langfristigen Nutzungsziel als hochwertige Gewerbefläche für die Entstehung attraktiver Arbeitsplätze keine Zweifel aufkommen zu lassen, soll ein großes Werbeschild der Wirtschaftsförderung aufgestellt werden, dass auf die temporäre optische Attraktivierung und Vermarktung dieser Gewerbefläche hinweist.
4. Die Verwaltung ermittelt die so entstehenden Minder-/Mehrkosten ein schließlich der Folgekosten und passt den Haushaltsansatz entsprechend an.