Waldumbau nur gemeinsam möglich: CDU sieht sich durch aktuellen RP-Bericht bestätigt
Die CDU-Fraktion Ratingen sieht sich durch die aktuelle Berichterstattung der Rheinischen Post zur Wiederbewaldung in Hösel in ihrer damaligen Position zum Jubiläumsprojekt „75.000 Bäume“ bestätigt.
Der Artikel macht deutlich, dass der klimaangepasste Waldumbau nur in enger Zusammenarbeit mit privaten Waldbesitzern gelingen kann.
So wird im Beitrag hervorgehoben, dass rund 63 Prozent der Waldflächen in Nordrhein-Westfalen in privater Hand liegen und die Wiederbewaldung der Schadflächen ohne deren Mitwirkung nicht möglich ist. Gleichzeitig wird die Pflanzung klimaresilienter Setzlinge als zentraler Bestandteil eines zukunftsfähigen Waldumbaus beschrieben.
Für die CDU-Fraktion ist dies keine neue Erkenntnis: Bereits im Frühjahr 2025 hatte sie vorgeschlagen, im Rahmen des Stadtjubiläums bis zu 75.000 Setzlinge in Kooperation mit Forstwirten zu pflanzen und damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
„Die aktuelle Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass wir mit unserem Ansatz richtig lagen. Die Einbindung privater Waldbesitzer ist kein Problem, sondern Voraussetzung für einen funktionierenden Waldumbau“, erklärt Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Ratingen.
Besonders kritisch bewertet die CDU den politischen Umgang mit dem Thema im vergangenen Jahr. Während die Einbindung privater Waldbesitzer und die Pflanzung von Setzlingen damals von Grünen, BU und SPD noch als problematisch dargestellt worden seien, würden genau diese Elemente heute als notwendiger Bestandteil eines klimaangepassten Waldumbaus beschrieben. „Einen sachlichen Unterschied gibt es nicht: Was damals abgelehnt wurde, wird heute als sinnvoll dargestellt. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist das nur schwer nachvollziehbar“, so Oliver Thrun, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Ratingen.
Neben der fachlichen Ausrichtung hebt die CDU-Fraktion insbesondere ihr damaliges Finanzierungskonzept hervor. Das Projekt war bewusst als Gemeinschaftsaufgabe angelegt – mit einer Kombination aus städtischen Mitteln und Bürgerbeteiligung.
„Wir haben von Anfang an ein klares Finanzierungskonzept vorgelegt: ein gemeinsames Projekt von Stadt und Bürgerschaft. Wer sich beteiligt, identifiziert sich auch mit dem Ergebnis – genau das war unser Ansatz“, betont Gerold Fahr, Finanzpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Auch die Einbindung von Schulen und Kitas spielte in den Planungen eine zentrale Rolle. Ziel war es, das Jubiläum nicht nur symbolisch zu feiern, sondern gleichzeitig Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement zu stärken.
„Unser Vorschlag hätte das Stadtjubiläum mit einem echten Zukunftsprojekt verbunden – mit konkreten Beiträgen für Klima, Umweltbildung und den Zusammenhalt in unserer Stadt“, erklärt Leon Puttkammer, sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion Ratingen.
Nach Auffassung der CDU zeigt die aktuelle Entwicklung vor allem eines: Fachlich sinnvolle Maßnahmen zum Waldumbau sollten unabhängig von parteipolitischen Erwägungen bewertet werden.
„Der Waldumbau ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Umso wichtiger ist es, dass gute und durchdachte Ansätze auch umgesetzt werden – unabhängig davon, von wem sie ursprünglich eingebracht wurden“, so Heins abschließend.